2. Halbjahr 2017

Kursprogramm | Kursdetails

 

Themen der abendländischen Philosophie:

Kommunitarismus
 


"Kommunitarismus" - das ist ein Ausdruck, der von "communitas", Gemeinwesen, abgeleitet ist. Kommunitarismus ist der Titel für eine politische Philosophie, die ihr Entstehungsmotiv im Streit mit der wichtigsten Theorie des 20. Jahrhunderts, in John Rawls Theorie der Gerechtigkeit, und der Ideologie des Individualismus im Liberalismus hat. Mit dem Kommunitarismus sind Philosophen verbunden wie etwa Alasdair MacIntyre, Michael Walzer, Benjamin Barber, Charles Taylor, Michael Sandel, Amitai Etzioni, aber auch geschichtlich gewordene wie Ferdinand Tönnies. Innerhalb des Kommunitarismus findet die Auseinandersetzung statt, ob mehr die gemeinschaftsorientierten Aspekte betont werden sollen (Sandel) oder eher die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zwischen Persönlichkeitsrechten bzw. individueller Autonomie und den Erfordernissen einer sozialen Ordnung, um das Ziel der guten Gesellschaft zu erreichen. Nach Etzioni möchte das kommunitaristische Denken, das gerade in Deutschland große Bedeutung gewonnen haben soll, nicht nur mit religiösen Fundamentalisten, ihren nicht religiösen Verbündeten am rechten Rand des politischen Spektrums, sondern auch mit Laissez-faire-Konservativen, neoliberalen, individualistischen Marktverteidigern und sog. Libertären streiten. Lit. Axel Honneth (Hg.): Kommunitarismus. Eine Debatte über die moralischen Grundlagen moderner Gesellschaften. Frankfurt a.M./New York 1993
Teilnehmerzahl: 10 bis 18 Personen. 

Kursnummer und Dozentenliste
LPT04   Dr. Josef Thomas

Beginn: Do. 21.09.2017, 19:45 Uhr

(15 Termine, insges. 30 Unterrichtsstunden)


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Kursgebühr: 94,00 €


Kursort:
VHS Heyd.; 1. Stock; Raum 1.04

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