Theater erleben: Musiktheater und Tanz!

    Eine intensive Auseinandersetzung mit Entstehung und Inhalt ausgewählter Werke des Musik- und Tanztheaters bietet dieser Volkshochschulkurs. Sie besuchen pro Semester vier Vorstellungen, zu denen Sie jeweils eine 90-minütige Einführung über die Hintergründe der Stücke erhalten.

    Treffpunkt für die Einführungen ist der Bühneneingang des Großen Hauses.

    Folgende Werke stehen im Herbstsemester 2019 auf dem Programm:

    Hierbei handelt es sich um einen Doppelabend: "The Telephone" und "Twice Through the Heart":

    The Telephone
    von Gian Carlo Menotti


    Twice Through the Heart
    von Mark-Anthony Turnage

    Libretto von Jackie Kay
    in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

    Ben will seiner Freundin Lucy endlich einen Heiratsantrag machen. Sie aber nimmt ihn gar nicht wahr, weil sie nur auf ihr Telefon fixiert ist. Als Menotti seine Kurzoper 1947 zur Uraufführung brachte, konnte er nicht wissen, wie nah seine humorvolle Geschichte an unserer heutigen Realität sein wird und wie sehr diese technische Errungenschaft unser aller Leben verändern sollte...
    Das Leben einer anderen Frau hat sich bereits radikal verändert, muss sie sich doch vor Gericht dafür verantworten, ihren Mann erstochen zu haben, "zweimal durchs Herz". Ihre Gründe offenbart sie aber nicht. Erst später wird sie gestehen, dass sie aus Scham geschwiegen hat - jahrelang hatte ihr Mann sie misshandelt, aber sie fand keinen Weg, aus dieser Beziehung auszubrechen.

    Einführungsveranstaltung: 30. Oktober 2019, 20.00 Uhr
    Vorstellungsbesuch: 10. November 2019, 19.30 Uhr



    Faust
    Oper in fünf Akten von Charles Gounod

    Libretto von Jules Paul Barbier und Michel Florentin Carré
    in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

    Es ist die altbekannte Sehnsucht nach Jugend, die Faust in die Hände des Teufels treibt: Méphistophélès verspricht ihm die schöne Marguerite, die Faust anschließend tatsächlich für sich zu gewinnen vermag. Doch mit dem Sieg vergisst Faust seine Angebetete und überlässt sie ihrem Schicksal. Von der Gesellschaft geächtet und vom Bruder verdammt, wird Marguerite in geistiger Umnachtung zur Mörderin an ihrem unehelichen Kind mit Faust und stirbt im Gefängnis. Während auf sie jedoch die Erlösung wartet, gibt es für Faust nur die Verdammnis als logische Folge seines Seelenpaktes mit dem Teufel. Zunächst irritiert von dem Franzosen, der sich an ihr höchstes Kulturgut wagte, freundete sich auch das deutsche Publikum mit der Zeit mit Gounods berühmten Melodien an, die heutzutage zu den prominentesten "Faust"-Vertonungen zählen.

    Einführungsveranstaltung: 28. November 2019, 20.00 Uhr
    Vorstellungsbesuch: 6. Dezember 2019, 19.30 Uhr


    Perpetuum
    Tanzstück von Guy Nader und Maria Campos


    Wie nimmt der Mensch den Verlauf der Zeit wahr? Diese Frage steht im Zentrum der choreografischen Arbeit des jungen Choreografen-Duos Guy Nader und Maria Campos und charakterisiert ihr grundlegendes Verständnis von Tanz. In ihren Stücken wird der Zusammenhang von Bewegung mit Zeit und Raum besonders deutlich sichtbar. Gemeinsam mit dem Ensemble des Tanztheaters Braunschweig überarbeiten sie ihr gefeiertes Tanzstück "Time Takes the Time Time Takes" für eine größere Besetzung. Eine choreografische Reise, ausgehend von baumelnden Bewegungen, welche in verschiedensten Begegnungen der Tänzerinnen und Tänzer münden und ein Perpetuum mobile herausbilden - gleich einem Rad in ständiger Bewegung, welches das Verrinnen der Zeit sinnlich erfahrbar macht.

    Einführungsveranstaltung: 9. Januar 2020, 20.00 Uhr
    Vorstellungsbesuch: 11. Januar 2020, 19.30 Uhr


    Eugen Onegin
    von Peter I. Tschaikowsky

    Libretto von Konstantin Schilowsky und Peter I. Tschaikowsky
    in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

    "Ich wünsche nichts, was Bestandteil der sogenannten Großen Oper ist. Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt, der mich wirklich berührt", schrieb Tschaikowsky. Genau einen solchen Stoff sollte er dann mit Puschkins "Eugen Onegin" finden, in dem sich die verträumte Tatjana auf den ersten Blick in den unsteten Onegin verliebt. Dieser aber weist sie zurück und es entspinnt sich eine intime Geschichte über die Unumkehrbarkeit von Entscheidungen und verpasste Liebe. Diese setzte Tschaikowsky schließlich in melancholisch berührende Musik und schaffte damit die vielleicht erfolgreichste russische Oper.

    Einführungsveranstaltung: 23. Januar 2020, 20.00 Uhr
    Vorstellungsbesuch: 2. Februar 2020, 19.30 Uhr

     

     

    Kursnummer PKC04
    Beginn Mi. 30.10.2019 20:00 Uhr
    Kursgebühr 108,00 €
    inkl. Vorstellungsbesuche
    Dauer 8 Termine
    insges. 16 Unterrichtsstunden
    Kursleitung Sarah Grahneis
    Kursort Staatstheater Braunschweig, Großes Haus
    Am Theater, 38100 Braunschweig


    Ansprechpartner/-innen

    Janine Giesemann, Tel. +49 531 2412-214

    Kundencenter der VHS

    Tel. +49 531 2412-0