InterPV – Internationale pädagogische Potenziale erkennen und Vielfalt nutzen
Qualifizierung im Kontext der Anerkennungsgesetze für ausländische Akademiker*innen
Ausgangslage und Projektidee
Seit dem 01. August 2026 werden alle Erstklässler bis zu acht Stunden am Tag in der Grundschule betreut, so der Gesetzgeber. Ab dem Schuljahr 2029/2030 gilt dieser Rechtsanspruch für alle Kinder in den Klassen eins bis vier.
Damit werden zwei Ziele verfolgt:
- Kinder unabhängig vom Hintergrund ihrer Eltern zum Bildungserfolg zu führen, ihnen Bildungschancen zu eröffnen und Benachteiligungen auszugleichen
- die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken, und vor allem für Mütter die Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Nach einer Berechnung des Instituts der Deutschen Wirtschaft könnten 2028 etwa 31.000 offene Stellen nicht besetzt werden.
Mit einem neuen IQ-Pilotprojekt " InterPV - Internationale pädagogische Potenziale erkennen und Vielfalt nutzen" möchte die Volkshochschule Braunschweig die Erfahrungen von hochqualifizierten ausländischen Akademiker*innen - Lehrer*innen, Pädagog*innen, Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen o. ä. - nutzen, sie qualifizieren und diese Fachkräfte-Lücke in der Region schließen.
Eine Besonderheit des Projekts ist die gezielte Ansprache der hochqualifizierten ausländischen Fachkräfte und eine aufgabenrelevante Anpassung der mitgebrachten fachlichen und interkulturellen Kompetenzen für die Beschäftigung in dem Berufssegment.
Ziel des Projekts
Ziel des Projekts ist eine gezielte Vorbereitung der ausländischen Fachkräfte auf die Arbeitsaufnahme im Bereich Ganztagsangebote an Grundschulen.
Projektinhalte
- Berufsrelevanter theoretischer Unterricht mit auszugsweise Interkulturellen Kompetenzen, Kommunikation, Konflikttraining, Entwicklungs- und Lernpsychologie bezogen auf das Grundschulalter, Rollenverständnis in der Nachmittagsbetreuung, Rechtsgrundlagen SGB VIII und Aufsichtspflicht, Kindeswohlgefährdung, deutsches Bildungssystem, etc.
- „Pädagogische Werkstatt“, praxisbezogener Unterricht und Entwicklung von eigenen kindergerechten Bildungsangeboten
- Qualifizierungsbegleitendes Praktikum an einer Grundschule
- Hybride Anteile
Teilnahme-Voraussetzungen
- ein akademischer Abschluss in den Bereichen Lehramt, Pädagogik, Kindheitspädagogik, Sozialpädagogik, Psychologie oder verwandte Berufe
- Erfahrung in der Arbeit mit Schulkindern ist wünschenswert
- Sprachniveau: Zertifikat B2. Abschluss eines C1-Kurses wird dringend empfohlen
Projektrahmen
- Laufzeit des Projekts: 01.01.2026 - 31.12.2028
- Geplant sind 2 Kurse pro Jahr á 6 Monate in Teilzeit
- Max. 20 Teilnehmende pro Durchlauf
- Teilnahme am Projekt ist kostenlos
- Das Projekt wird gefördert durch BMAS und ESF, administriert durch das BAMF, in Kooperation mit BMBFSFJ und Bundesagentur für Arbeit. Weiterer Förderer ist das Land Niedersachsen.
- Die Auswahl der Teilnehmenden findet nach einem persönlichen Gespräch und der Prüfung der individuellen Voraussetzungen statt
Projektflyer
Das Förderprogramm IQ − Integration durch Qualifizierung zielt mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen ausländischer Herkunft ab. Der ESF Plus ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration in Europa. Deutschland erhält in der ESF Plus-Förderperiode 2021-2027 rund 6,56 Mrd. Euro. Davon fließen rund 2,22 Mrd. Euro in das ESF Plus-Bundesprogramm und rund 4,34 Mrd. Euro in die ESF Plus-Aktivitäten der Bundesländer.
Weitere Infos zum ESF Plus unter: www.esf.de
Das Projekt InterPV wird im Rahmen des Förderprogramms IQ − Integration durch Qualifizierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesagentur für Arbeit.





